Alterseffekte beim Wiedererkennen von Gesichtern: Eine Metaanalyse

Translated title of the contribution: Memory for faces in old age: A meta-analysis

Natalie Martschuk, Kerstin Wilhelm, Siegfried Sporer

Research output: Other contribution to conferenceAbstract

Abstract

Bei Studien zum Wiedererkennen von Gesichtern liegt die Aufgabe darin, die in der Enkodierungsphase präsentierten Gesichter zu einem späteren Zeitpunkt aus einer größeren Anzahl von Personen wiederzu-erkennen. Mit voranschreitendem Alter scheint die Gedächtnisleistung nachzulassen, was auch das Wiedererkennen von Gesichtern erschwe-ren kann. Um die Frage dieses Alterseffekts zu klären, wurde eine Me-taanalyse durchgeführt. Die umfangreiche Literatursuche ergab Studien mit über 1800 ProbandInnen, in denen jeweils ältere (M ca. 70 Jahre) und jüngere (M ca. 24 Jahre) Erwachsene im Wiedererkennen von Ge-sichtern miteinander verglichen wurden. Zur Ãœberprüfung der Hypothe-sen wurden Treffer- und Falsche Alarmraten, sowie in Anlehnung an die Signaldetektionstheorie korrigierte Wiedererkennensmaße und Maße der Reaktionsneigung herangezogen. Ältere ProbandInnen zeigten den erwarteten Alterseffekt. Darüber hinaus wird untersucht, ob die Ergeb-nisse durch das Alter der Gesichter beeinflusst werden. Die Ergebnisse unterstützen Sporer's (2001) in-group/out-group Modell, das einen own-age bias vorhersagt. Implikationen für die Bewertung von Identifizie-rungsaussagen älterer AugenzeugInnen werden diskutiert.
Original languageGerman
Publication statusPublished - 2011
EventConference of the German Psychological Society (DGPs) of Legal Psychology - Muenster, Germany, Germany
Duration: 01 Jan 2011 → …

Conference

ConferenceConference of the German Psychological Society (DGPs) of Legal Psychology
CountryGermany
Period01/01/11 → …

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Cite this

Martschuk, N., Wilhelm, K., & Sporer, S. (2011). Alterseffekte beim Wiedererkennen von Gesichtern: Eine Metaanalyse. Abstract from Conference of the German Psychological Society (DGPs) of Legal Psychology, Germany.