Paternalismus und Menschenwürde

John Kleinig

    Research output: Book chapter/Published conference paperChapter

    Abstract

    Hat der Staat das Recht, das scharfe Schwert des Strafrechts einzusetzen, um eine Person gegen deren Willen vor einer Beeinträchtigung ihrer Interessen zu schützen? Diese Frage steht im Zentrum des vorliegenden Bandes. Prominente Beispiele für solche 'paternalistische' Strafdrohungen sind in der deutschen Rechtsordnung etwa die Straftatbestände der Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB) und der sittenwidrigen Körperverletzung mit Einwilligung des Opfers (§ 228 StGB), sowie Strafbestimmungen des Transplantationsgesetzes (TPG).Der Band versammelt die Diskussionsbeiträge einer internationalen Tagung, die zu diesem Problemkreis unter dem Thema 'Paternalismus im Strafrecht' Ende Dezember 2007 in Frankfurt am Main stattfand. Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, den strafrechtlichen Paternalismus, vom moralphilosophischen, rechtsethischen und juristischen Standpunkt aus zu erörtern. Die Diskussionen im Band reflektieren auch unterschiedliche rechtliche und philosophische Traditionen aus Kontinentaleuropa, England, Nordamerika und Japan.
    Original languageEnglish
    Title of host publicationPaternalismus im Strafrecht
    Subtitle of host publicationDie Kriminalisierung von selbstschädigendem Verhalten
    Place of PublicationBaden Baden
    PublisherNomos Verlagsges
    Pages145-171
    Number of pages27
    Editiontba
    ISBN (Print)9783832955182
    Publication statusPublished - 2010

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